Über mich
Ich habe nicht irgendwann angefangen, Menschen anders wahrzunehmen.
Ich habe nur irgendwann aufgehört, es wegzuerklären.
Mein Name ist Julia.
Schon als Kind nahm ich mehr wahr als das, was offensichtlich war.
Stimmungen in einem Raum.
Spannungen zwischen Menschen.
Das, was jemand sagte und noch viel deutlicher das, was nicht gesagt wurde.
Damals hatte ich keine Worte dafür.
Es war einfach da.
Später wurde diese Wahrnehmung unbequemer.
Also tat ich etwas ziemlich Menschliches:
Ich versuchte sie einzuordnen, vernünftig zu erklären und an manchen Stellen auch einfach zu ignorieren.
Das hat nur mäßig funktioniert.
Denn rückblickend zieht sich genau diese Art des Wahrnehmens wie ein roter Faden durch mein Leben.
Mein Weg begann sehr bodenständig
Beruflich führte mich mein Weg zunächst in die Pädagogik.
Ich wurde Erzieherin in der Fachrichtung Jugend- und Heimerziehung mit heilpädagogischer Zusatzqualifikation und arbeite seit mehr als zwanzig Jahren mit Kindern und Jugendlichen.
Ich war lange Zeit in der stationären Jugendhilfe tätig, arbeitete mehrere Jahre in der individuellen Begleitung von Jugendlichen mit Autismus und Mutismus, absolvierte mein Montessori-Diplom und arbeite heute an einer Förderschule.
Dazu kam eine Weiterbildung zur Bewegungs- und Entspannungspädagogin und andere kleinere Weiterbildungen im pädagogischen Bereich.
Diese Jahre haben mich geprägt.
Nicht nur fachlich.
Ich habe gelernt, Menschen nicht ausschließlich danach zu beurteilen, was sie tun oder sagen.
Verhalten hat eine Geschichte.
Rückzug hat eine Geschichte.
Widerstand hat eine Geschichte.
Und manchmal liegt das Wesentliche genau dort, wo zunächst niemand hinschaut.
Pädagogische Arbeit hat mich deshalb vor allem eines gelehrt:
genau hinzusehen, ohne vorschnell zu bewerten.
Und gleichzeitig gab es da immer noch diese andere Seite
Die Seite, die sich nicht ausschließlich mit Pädagogik, Psychologie oder rationalen Erklärungen erfassen ließ.
Meine eigene spirituelle Entwicklung führte mich immer tiefer in die Beschäftigung mit Bewusstsein, Energie und den Ebenen menschlichen Erlebens, die nicht unmittelbar sichtbar sind.
2013 begann für mich ein neuer Abschnitt.
Mein Weg führte mich zur schamanischen Arbeit und schließlich in die Traditionen der Anden.
Ich absolvierte die Light Body School der Four Winds Society von Alberto Villoldo und beschäftigte mich intensiv mit den energetischen und schamanischen Traditionen der Q’ero und der Inka.
2017 eröffnete ich meine eigene schamanische Praxis: spirithealing.
2018 absolvierte ich den Inka-Pfad mit Juan und Ivan Núñez del Prado. Eine weitere Vertiefung in eine Tradition, die meinen eigenen Weg und meine Arbeit bis heute prägt.
Dann kam eine sehr herausfordernde Zeit, in der ich meine Praxis erst einmal schließen musste.
spirithealing wurde stiller.
Mein eigener Weg nicht.
Ich lernte weiter, entwickelte mich weiter und begann manches von dem, was ich bis dahin über meine Arbeit und auch über mich selbst geglaubt hatte, noch einmal neu zu betrachten, anders einzuordnen und schließlich auch zu verändern.
Bis heute lerne ich bei meinem Lehrer Puriq Qoto Dante, Q’ero-Schamane, und vertiefe meine Verbindung zu der Tradition der Q’eros.
Für mich gehört Weiterlernen zu meiner Arbeit dazu. Denn wer Menschen in ihren Entwicklungsprozessen begleitet, sollte auch bereit sein, sich selbst immer wieder weiterzuentwickeln.
Irgendwann hörten meine beiden Welten auf, zwei Welten zu sein
Lange hätte ich wahrscheinlich gesagt:
Hier ist meine pädagogische Seite.
Und dort meine spirituelle.
Heute sehe ich das anders.
Beide beruhen auf etwas sehr Ähnlichem:
Wahrnehmen.
Was geschieht gerade wirklich?
Was zeigt ein Mensch und was liegt darunter?
Wo erzählen Worte eine andere Geschichte als der Körper, das Verhalten oder das eigene Empfinden?
Welche alten Erfahrungen wirken noch in die Gegenwart hinein?
Wo ist Energie gebunden?
Und was möchte gesehen werden, damit wieder Bewegung entstehen kann?
Meine pädagogische Arbeit gibt mir dabei einen sehr geerdeten Blick auf Menschen,
ihre Entwicklung,
ihre Schutzmechanismen und
ihre Lebensgeschichten.
Meine schamanische und energetische Arbeit erweitert diesen Blick um eine weitere Ebene.
Für mich widerspricht sich das nicht.
Es ergänzt sich.
spirithealing entstand genau an dieser Schnittstelle
Ich sehe meine Aufgabe nicht darin, dir zu erklären, wer du bist.
Und auch nicht darin, dir eine fertige Antwort über dein Leben zu geben.
Mich interessiert vielmehr, was geschieht, wenn wir gemeinsam genauer hinschauen.
Auf das, was du längst weißt, aber vielleicht noch nicht greifen kannst.
Auf Muster, die einmal sinnvoll waren und heute möglicherweise eng geworden sind.
Auf innere Bewegungen, die du spürst, aber noch nicht einordnen kannst.
Auf das, was sich in deinem Erleben und deinem Energiefeld zeigt.
Manchmal braucht es dafür ein Gespräch.
Manchmal eine andere Perspektive.
Manchmal energetische oder schamanische Arbeit.
Und manchmal braucht es zunächst einfach einen Raum, in dem nichts weggemacht werden muss.
Denn was wahrnehmbar wird, kann sich verändern.
Was du bei mir nicht findest
Ich verspreche dir keine Wunderheilung.
Ich werde dir auch nicht erzählen, dass ich besser weiß als du, was für dein Leben richtig ist.
Und ich möchte keine Abhängigkeit schaffen.
Im Gegenteil.
Meine Arbeit soll dich näher zu dir selbst führen.
Zu deiner eigenen Wahrnehmung.
Zu deiner Klarheit.
Zu deiner Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für dein Leben zu übernehmen.
Spiritualität bedeutet für mich deshalb nicht, dem Menschlichen zu entkommen.
Sie bedeutet, ihm bewusster zu begegnen.
Mit allem, was dazugehört.
Und vielleicht ist genau das der Kern meiner Arbeit
Ich arbeite seit über zwanzig Jahren mit Menschen.
Ich habe viele Methoden gelernt, Ausbildungen gemacht, Erfahrungen gesammelt und unterschiedliche Welten kennengelernt.
Doch eine der wichtigsten Fähigkeiten lässt sich nur schwer auf ein Zertifikat schreiben:
Ich kann mit einem Menschen an einem Punkt bleiben, an dem noch nicht sofort eine Antwort da ist.
Hinschauen.
Wahrnehmen.
Fragen.
Und gemeinsam herausfinden, was unter der Oberfläche liegt.
Nicht, um dich zu jemand anderem zu machen.
Sondern damit wieder sichtbar werden kann, was vielleicht längst da ist.
spirithealing ist für mich deshalb weniger ein Ort, an dem ich dir Antworten gebe.
Es ist ein Raum, in dem du deinen eigenen wieder näherkommen kannst.
Alles Liebe,
Julia
spirithealing
Bewusstsein · Energie · Transformation
